Fakten und Daten

Studien

Eine Auswahl von Studien und Gutachten zu verschiedenen Aspekten psychischer Gesundheit im Arbeitsleben.
Unter anderem zu psychischen Auswirkungen von besonderen Belastungen, Herausforderungen durch moderne Telekommunikationsmittel und Arbeitsprozessen und Hochrechnung von Kosten durch psychische Erkrankungen.


Fehlzeitenreport der AOK 2016: Mehr Krankheitstage durch psychische Erschöpfung

Die Krankenkasse wertete 2016 eigene AU-Zahlen aus und befragte zudem 2000 Erwerbstätige.
Das Ergebnis: Die häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit sind bei körperlichen Beschwerden Rücken- und Gelenkschmerzen-, bei den psychischen Erkrankungen solche, die durch seelische Erschöpfung ausgelöst werden (23,3 Prozent) an erster Stelle.
Die Forscher fanden einen engen Zusammenhang zwischen Unternehmenskultur und Gesundheit. Eine subjektiv positiv erlebte Unternehmenskultur bewirkt einen signifikant besseren Gesundheitszustand, weniger körperliche und psychische Beschwerden und weniger krankheitsbedingte Fehltage.

Quelle: Wissenschaftliches Institut der AOK, 2016


Arbeitszeitenreport der BAUA
Kein anderer Bestandteil des Arbeitslebens hat so direkten Einfluss auf das Privatleben wie die Arbeitszeit. Große Einflussmöglichkeiten bei der Gestaltung dieser, gehen mit einer besseren Gesundheit, größerer Zufriedenheit und besserer Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben einher. Das zumindest, legen die Ergebnisse des aktuellen Reports der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) nahe.
(Quelle: BAUA,
2016)


Pronova Studie: Stress
Termindruck, schlechtes Arbeitsklima, emotionaler Stress – immer mehr Deutsche leiden unter der steigenden Belastung am Arbeitsplatz. Neun von zehn Bundesbürgern fühlen sich im Job gestresst. Vor allem junge Arbeitnehmer stoßen dabei an ihre Belastungsgrenze. Dies sind Ergebnisse der Studie „Betriebliches Gesundheitsmanagement 2016", für 1.660 Bundesbürger repräsentativ befragt wurden.
(Quelle:
pronova BKK 2016)


Studie: Auswirkungen von Arbeitsunterbrechungen und Multitasking auf Leistungsfähigkeit und Gesundheit.
Viele Beschäftigte müssen ihre Arbeit häufig unterbrechen – oder werden durch äußere Faktoren bei der Arbeit gestört. Die Auswirkungen solcher Störungen werden am Beispiel von Arbeitsunterbrechungen von Mitarbeitern in verschiedenen Krankenhäusern untersucht.
(Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, BAuA, 2013)


Studie: Auswirkungen von ständiger Erreichbarkeit und Präventionsmöglichkeiten. (Teil 1)
Neue Informations- und Kommunikationstechnologien prägen immer mehr den Berufsalltag. In diesem Zusammenhang hat auch die ständige Erreichbarkeit im Arbeitsleben zugenommen. Im Rahmen einer qualitativen Studie wurden Experten und  Unternehmen zu dieser Entwicklung befragt.
(Quelle: iga.Report 23)


Auswirkungen ständiger Erreichbarkeit und Präventionsmöglichkeiten (iga.Report 23/ Teil 2)
In vielen Unternehmen gilt inzwischen auch neben formalisierten Erreichbarkeitszeiten (Bereitschaftsdienste, Rufbereitschaft) unausgesprochene Verpflichtung, auch außerhalb der Arbeitszeit über elektronische Medien ansprechbar zu sein. Dies hat langfristig Auswirkungen auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Beschäftigten. Die Initiative für Gesundheit und Arbeit untersuchte diese Effekte in Kooperation mit der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg im Rahmen einer Befragung von Betroffenen.  


Studie: Wachsender Psycho-Stress, weniger Prävention – wie halten die Betriebe es mit dem Arbeitsschutzgesetz? Repräsentativumfrage)
Die Umfrage erhebt Veränderungen in der Arbeitsbelastung, das subjektive Empfinden von Beschäftigten, den Anteil von Gefährdungsanalysen in Unternehmen und mehr. Grundlage des alljährlichen "DGB-Index Gute Arbeit" sind die bundesweiten Befragungen von mehr als 6.000 Beschäftigten
(Quelle: DGB, 2013)


Studie: Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2011- Unfallverhütung bei der Arbeit
Der Bericht gibt einen Überblick über wichtige Bereiche des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in Deutschland. Mit umfangreichem Zahlenmaterial, z. B. zu Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten, Verrentungen, Arbeitsunfähigkeit und Arbeitsbedingungen. Er bietet eine fundierte Datenbasis für Prävention und Arbeitsgestaltungsmaßnahmen.
(Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales/BMAS in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin/BAuA, 2012)


Studie: Stressreport Deutschland 2012. Psychische Anforderungen, Ressourcen und Befinden
Der "Stressreport Deutschland ", verfolgt Entwicklungen in der Arbeitswelt mit Blick auf  psychische Belastungen . Der hier vorliegende Bericht beruht auf der BIBB/BAuA Erwerbstätigenbefragung 2011/2012, bei der rund 20.000 Beschäftigte Fragen beispielsweise zu Arbeitsbedingungen, Beanspruchung und gesundheitlichen Beschwerden beantworteten. Ähnliche Daten enthält die Europäische Erhebung über die Arbeitsbedingungen (EWCS 2010), die ebenfalls in den Report einflossen.
(Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin/BAuA, 2012)


BKK Gesundheitsreport 2012
Grundlage des Reports ist die Analyse der gesundheitlichen Befunde von 4,8 Millionen BKK-Pflichtversicherten. Neben der Darstellung des Krankheitsgeschehens werden auch Gesundheitsförderung und Prävention in der Arbeitswelt behandelt
(Quelle: BKK Bundesverband, 2012) 


Studie: Ständige Erreichbarkeit - Wie belastet sind wir?
Ursachen und Folgen

430 Beschäftigte wurden nach den Gründen und Folgen uneingeschränkter Erreichbarkeit gefragt.
(Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung/DGUV, 2012)


Gutachten: Kosten der psychischen Erkrankungen und Belastungen in Deutschland
Bundesweit-gesamtwirtschaftliche Berechnung der Kosten durch psychische Belastungen und Erkrankungen. Unterschieden wird zwischen arbeitsbedingten psychische Störungen im engen Sinne und körperlichen Erkrankungen, die auf psychische Belastungen am Arbeitsplatz zurückzuführen sind.
(Quelle: Hans Böckler Stiftung. Gutachten von Dr. Wolfgang Bödeker und Michael Friedrichs, 2011)


Praxispapier/Studie: Psychische Beanspruchung von Mitarbeitern und Führungskräften
Die empirische Studie zeigt-basierend auf der Einschätzung von 200 Personalmanagern - wie und wo sich die Zunahme psychischer Erkrankungen in Unternehmen widerspiegelt. Welche Abteilungen und Mitarbeitergruppen sind  besonders betroffen, welche Ursachen gibt es und wie machen sich Fehlbeanspruchungen im Betrieb bemerkbar machen.
(Quelle: Deutsche Gesellschaft für Personalführung/DGFP,2011)


Studie: Der soziale Aspekt von Burnout
Die Langzeitstudie des Schweizer Instituts "sciencetransfer" in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung zeigt, daß Vorgesetzte Burnout am Arbeitsplatz deutlich reduzieren können: Bereits eine um 20% intensivere Unterstützung seitens der Führungskräfte führt zu 10% weniger Burnout bedingten Erkrankungen..
(Quelle: Bertelsmann Stiftung, 2010)


Bildquelle: Tim Reckmann / pixelio.de